Kampfsport macht fit und stärkt Dein Selbstbewusstsein. Dabei ist die Selbstbeherrschung stets das „A und O". Würfe, Schläge, Griffe und Hebel eignen sich im Notfall gut dazu, sich gegen einen wirklich gefährlichen Angreifer zu wehren.
Mit brutalen Schlägereien haben Selbstveteidigung, Kickboxen und Co. aber nichts zu tun und daher bei einem normalen Streit auf dem Schulhof auch nichts zu suchen. Im Gegenteil: Wer Fairness, Respekterweisung und Selbstdisziplin nicht übt und verinnerlicht, kann anderen gefährlich werden und deshalb sogar vom Training oder aus dem Verein ausgeschlossen werden. Die Wurzeln des Kampfsports liegen in Asien. Dort dienten die Angriffs- und Verteidigungstechniken bei ernsthaften Auseinandersetzungen anfangs als beste „Lebensversicherung". Aber auch Mönche interessierten sich schon früh für diese Art der Körperertüchtigung. Ihnen ging es jedoch ausschließlich um das Üben von Selbstkontrolle und das Erlangen von Selbsterkenntnis.
Was trainiere und lerne ich im Kampfsport?
Mit einem Kampfsport trainierst Du Deinen Körper und stärkst Dein Selbstbewusstsein und Deine Sozialkompetenz. Das ist die Fähigkeit, andere Menschen zu respektieren, auch in Streitfällen fair zu bleiben und zwischen den Parteien zu vermitteln. Im Notfall kannst Du Dich außerdem mit verschiedenen Selbstverteidigungstechniken gegen einen Angreifer besser wehren, der Dich ernsthaft belästigt. Im Einzelnen lernst Du als Kampfsportlerin oder Kampfsportler, blitzschnell zu entscheiden und zu reagieren, Deinen Körper gut zu beherrschen, im richtigen Moment anzuspannen und zu entspannen. Wenn Du regelmäßig trainierst, wirst Du bald wendiger, gelenkiger, schneller, stärker und ausdauernder sein als zuvor. Außerdem lernst Du Fairness und Selbstbeherrschung. Du übst das Gewinnen und Verlieren können und erkennst, wie notwendig es ist, Regeln einzuhalten und Dein Gegenüber zu respektieren. Es ist gut möglich, dass Du sogar in der Schule besser wirst, Dich zwischen Freunden und Mitschülern plötzlich viel stärker, mutiger und sicherer fühlst und Dich besser mit anderen verträgst - auch mit denen, die Du nicht so gut leiden kannst.
Kampfsport oder Kampfkunst
Ist mein Kampfstil eine Kampfkunst oder eine Kampfsport?
Was sind die Unterschiede?
Welche Kampfsportarten und Kampfkünste gibt es?
Eine dieser Fragen wird sich bestimmt jeder, der einen Kampfstil trainiert oder lernen möchte, schon einmal gestellt haben ...
Umgangssprachlich wird "Kampfsport" als Sammelbegriff für viele verschiedene Kampfstile verwendet. Sehr oft wird der Begriff auch speziell mit der asiatischen Tradition des japanischen Budo oder des chinesischen Kung-Fu (eigentlich Wushu) verknüpft, obwohl es auch zahlreiche nicht asiatische Kampfstile gibt. In Deutschland sind Boxen, Ringen und Judo die wohl bekanntesten Kampfsportarten. Eine allgemeingültige Abgrenzung von Kampfsport zu Kampfkunst ist fast nicht möglich, da sie Grenzen fließend sind. Die folgende Darstellung soll ein wenig Orientierung geben:
Was ist Kampfsport?
Im Allgemeinen sind Kampfsportarten auf den sportlichen Wettkampf ausgerichtet. Um die eigene Kampffähigkeit mit der des Gegners zu messen, bedarf es vorher festgelegter Regeln, welche die kämpferische Leistung "messbar" machen und ernsthaften Verletzungen vorbeugen. Im Vordergrund steht hier immer der sportliche Aspekt. Ziel ist es - unter Beachtung der Regeln - besser zu sein als der Gegner und diesen nach Punkten zu besiegen. Die Punkte werden durch Kampfrichter vergeben, die den Kampf beobachten und darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden. In den meisten Kampfsportarten werden im Wettkampf keine Waffen eingesetzt zudem finden Wettkämpfe in der Regel als "Zweikampf" statt. Also "Mann gegen Mann" oder "Frau gegen Frau", wobei hier auch noch in Gewichtsklassen und in Graduierungen unterteilt wird - der Kampf also möglichst so stattfindet, dass zwei "gleichwertige" Kämpfer gegen einander antreten.
Was ist Kampfkunst?
Wir definieren den Begriff "Kampfkunst" gerne als "Die Kunst zu kämpfen". Kampfkunstarten/-stile befassen sich vorrangig mit der Selbstverteidigung und dem Verhalten in Konflikt- und Gefahrensituationen. Im Vordergrund steht der realistische Kampf ohne Limits und Regeln - teils auch unter Verwendung von Waffen. Es geht darum den Gegner möglichst schnell und geschickt zu besiegen und dabei stehts das eigene Risiko verletzt zu werden, zu minimieren. Alles ist erlaubt, (lebens-)gefährliche "Finaltechniken" die in den Wettkampfregeln der Kampfsportarten verboten sind, werden gezielt eingesetzt um den Gegner zu besiegen. Wie auch im Dynamic VingTshun, wird in den meisten Kampfkunstarten auch der "Kampf gegen mehrere Gegner" berücksichtigt. In den meisten Kampfkünsten sind keine Wettkämpfe vorgesehen. Ein Wettkampf könnte sich nur dadurch "messen" lassen, welcher der Kämpfer als erstes verletzungsbedingt kampfunfähig ist oder vorher aufgibt. Es liegt auf der Hand, dass dies nicht im Sinne eines Kampfkünstlers/ einer Kampfkünstlerin sein kann. Häufig stecken hinter den traditionellen Lehren einer Kampfkunst auch methale und taktische Aspekte des Kampfes wie z.B. die Vermeidung von Konflikten im Vorfeld: „Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener." Im Fokus der meisten Kampfkünstler stehen auch "Nebeneffekte" wie die Förderung der eigenen Gesundheit, des Wohlbefinden und des Körperbewustseins. Duch diszipliniertes Training werden Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein ausgeprägt - Beweglichkeit, Schnellkraft und Reflexe geschult. Manche Kampfkunstsysteme, vor allem aus dem asiatischen Raum, sehen sich als vollständiges "System der Lebensgestaltung" mit entsprechendem philosophischem Hintergrund.